
TRPL, 2026
Mapping TrÜpl Lehnin, 198 x 135 cm, vier Fotocollagen 30 x 40 cm, Zeichnungen 30 x 40 cm , Objekte aus Gips und Aluminiumfolie 60 x 200 cm, Moosteppich 150 x 400 cm
Auf Truppenübungsplätzen finden sich ausgedehnte Flächen, die bei Übungen mit schweren Armeefahrzeugen kreuz und quer befahren werden. Auf Satellitenbildern sieht man sie als organisch anmutende Formen zwischen strengen landwirtschaftlichen Rastern. Beim Näherzoomen zeigt sich eine Art von Ornament, es wiederholen sich über die Fläche verteilt Schwünge, Bögen, Schleifen, fast ohne gerade Linien. In meiner Arbeit zeichne ich anhand des Brandenburger Truppenübungsplatzes Lehnin die unterschiedlichen militärischen Bewegungen, so wie sie sich in die Geländeeingeschrieben haben, auf. Unterschiedliche Vegetationen bedecken die Flächen und man ahnt, weshalb die Tiere diese Orte trotz Lärm und Übungsbetrieb der industriellen Landwirtschaft „draußen“ vorziehen. Selbst in den Panzerkettenspuren, in denen oft Wasser steht, überleben selten gewordene Insekten. Die Ambivalenz von Plätzen, auf denen kriegerische Auseinandersetzungen trainiert und nebenbei und absichtslos das Überleben von Tierarten gesichert wird, ist ein irritierendes und zugleich typisches Bild für die widersprüchlichen Koinzidenzen der Gegenwart, in der es keine klaren Lösungen und Entscheidungen mehr zu geben scheint. Verteidigen, angreifen, verstecken, tarnen, schnell sein, fliegen- Tiere und Militär arbeiten mit ähnlichen Strategien und haben dafür Techniken entwickelt. Waffen heißen Leopard, Black Hornet, Elefant, Eagle, Wiesel, Dingo, Cobra und Tiger. Die Arbeit beschäftigt sich mit diesen Koinzidenzen.





























