Zickzackhausen in der Kunsthalle Bernburg, 2025
Großplakate im Stadtraum, Video, HD 7 min, Fotoserie 12 Fotos, 50 x 70 cm, Objekt, Pappe, Papier, 2 x1,8 x 0,8 m
Die Künstlerinnen Elke Mohr und Ingeborg Lockemann eröffnen einen neuen Dialog zwischen der Stadt Bernburg und der etwas ausgelagerten Arbeitersiedlung "Zickzackhausen", errichtet 1928 am Rand eines alten Kalk-Tagebaus. Damals war das Ziel bezahlbarer Wohnraum und sparsame Selbstversorgung durch den eigenen Garten – heute spiegelt Zickzackhausen Fragen nach Individualismus, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft wider. Ausgehend davon stellen die Künstlerinnen in ihren Videoperformances Verbindungen zu einem weiteren kulturellen Bernburger Erbe der 20er Jahre her: die Praxis der Gymnastik- und Körperbildung, die im Lohelandhaus im Stadtpark von Magdalene Commichau-Trenkel vermittelt wurde.
Die Ausstellung in der Kunsthalle zeigt eine Video- und Foto-Installation, Interviews mit Bewohnerinnen und ein raumgreifendes Insel-Objekt, das die Wechselwirkungen von Siedlung und Industrie auslotet. Ein wichtiger Teil der Ausstellung bilden Plakate in der Stadt in Bezug zur ansässigen Industrie, die das Thema zurück in den öffentlichen Raum bringen.

























